Kleingruppe (15-30 Teilnehmende)

Vereinfachte Struktur für kleinere Gruppen -- weniger Ebenen, weniger dedizierte Rollen, kürzerer Prozess.

Betroffene Schritte: 2. Feedback generieren, 3. Feedback interpretieren, 4. Vorschläge entwickeln, 5. Vorschläge präsentieren und Feedback generieren, 6. Divergieren und austauschen, 7. Vorschläge verbessern, 8. Vorschläge präsentieren und Feedback generieren (Gallery Walk III), 9. Vorschläge fertigstellen

Überblick

Für Gruppen von 15-30 Personen kann der Prozess erheblich vereinfacht werden. Die dreistufige Struktur (Plenum — Themengruppe — Arbeitsgruppe) ist für diese Größe überdimensioniert. Stattdessen reichen zwei Ebenen: Plenum und Arbeitsgruppen.

Zentrale Vereinfachungen

Vereinfachte Struktur

Arbeite mit nur zwei Ebenen:

  • Plenum: Alle Teilnehmenden gemeinsam (15-30 Personen)
  • Arbeitsgruppen: 4-7 Personen pro AG

Die Themengruppen-Ebene entfällt. Das bedeutet, dass die Synthese-Arbeit, die normalerweise auf TG-Ebene stattfindet, direkt im Plenum geschieht.

Weniger dedizierte Rollen

Bei einer kleineren Gruppe brauchst Du weniger spezialisierte Rollen:

  • Kein Topic Coherer nötig: Die Kohärenz kann im Plenum hergestellt werden
  • Kein Connection Spotter nötig: Bei weniger Gruppen können alle Teilnehmenden die Arbeit der anderen AGs sehen
  • Proposal Owners bleiben sinnvoll: Jede AG sollte weiterhin eine Person haben, die ihre Vorschläge im Plenum präsentiert
  • 1-2 Facilitator*innen genügen: Statt eines großen Support-Teams

Kürzerer Prozess

Ein 1-2-Tage-Prozess ist für 15-30 Personen oft ausreichend:

  • Gallery Walks können kürzer sein (weniger Poster zu lesen)
  • Die Synthese auf TG-Ebene entfällt
  • Schritt 6 (Divergieren) kann vereinfacht werden oder entfallen, da die Gruppen im Plenum bereits Einblick in die Arbeit der anderen haben
  • Weniger Abstimmungsvorschläge bedeuten eine kürzere Abstimmung

Bei 15-30 Personen und 2-4 AGs brauchst Du weniger Poster und weniger Platz. Der Gallery Walk kann im selben Raum stattfinden, in dem auch die Plenumsarbeit stattfindet. Zeitlich genügen 15-20 Minuten.

Kohärenzteam vereinfachen

Statt eines separaten Kohärenzteams kann die Finalisierung (Schritt 9) im Plenum stattfinden. Bei wenigen Vorschlägen kann die gesamte Gruppe gemeinsam die Vorschläge bereinigen und finalisieren.

Beispiel: 1,5-Tage-Zeitplan für 20 Personen

Tag 1 (ca. 6 Stunden)

ZeitSchrittDauer
09:30Rahmen setzen (1)60 min
10:30Pause15 min
10:45Feedback generieren — Gallery Walk (2)30 min
11:15Feedback interpretieren + AG-Bildung (3)60 min
12:15Mittagspause75 min
13:30Vorschläge entwickeln in AGs (4)75 min
14:45Pause15 min
15:00Gallery Walk II + Feedback (5)25 min
15:25Vorschläge verbessern in AGs (7)45 min
16:10Synthese im Plenum30 min
16:40Ende Tag 1

Tag 2 (ca. 4 Stunden)

ZeitSchrittDauer
09:30Vorschläge finalisieren im Plenum (9)60 min
10:30Pause + Vorbereitung (10)30 min
11:00Abstimmen (11)45 min
11:45Ergebnisse aufbereiten + Pause (12)30 min
12:15Ergebnisse feiern (13)15 min
12:30Abschluss und Vorschau (14)20 min
12:50Ende

Vorteile kleiner Gruppen

  • Alle kennen sich schneller
  • Mehr Raum für individuelle Beiträge
  • Direktere Kommunikation
  • Weniger Logistik
  • Schnellere Konvergenz
  • Stärkeres Gemeinschaftsgefühl