Clustering

Clustering bedeutet, Haftnotizen in sinnvolle Gruppen (Cluster) zu organisieren, um in einem Haufen von Einzelaspekten Muster und Strukturen zu finden.

Voll adaptierbar 20 min
Verwendet in: 3. Feedback interpretieren, 6. Divergieren und austauschen, 7. Vorschläge verbessern, 9. Vorschläge fertigstellen

Wann einsetzen

Nutze Clustering, wenn du eine Vielzahl von Haftnotizen – z. B. Ideen, Kommentare, Feedback – in sinnvolle Gruppen ordnen möchtest. Es hilft dabei, in einem scheinbar zufälligen Haufen von Einzelaspekten Muster und Strukturen zu finden. Außerdem bereitet es die Gruppe darauf vor, Entscheidungen via Punktabfrage (Dot-Voting) zu treffen.

So geht’s

  1. Beginne damit, eindeutig zusammenhängende Notizen zu gruppieren und zu erklären, wie sie zusammengehören.
  2. Frage die Gruppe, welche anderen Notizen zu diesem Cluster gehören.
  3. Wiederhole diesen Vorgang, um weitere Cluster zu bilden.
  4. Gehe die übrig gebliebenen Notizen durch und frage, ob sie in ein bestehendes Cluster gehören, ein neues Cluster bilden oder separat bleiben.
  5. Gehe die Cluster durch und frage die Gruppe nach Überbegriffen für sie (oder schlage selbst welche vor).

Tipps

  • Cluster müssen spezifisch sein und gezielte Diskussionen unterstützen! Zu breite Cluster verlieren ihren Nutzen.
  • Lass die Gruppe aktiv mitentscheiden – das erhöht die Akzeptanz der Ergebnisse.
  • Wenn eine Notiz zu mehreren Clustern passt, schreibe sie auf eine zweite Haftnotiz und platziere sie in beiden Clustern.
  • Nimm dir genug Zeit für die Überbegriffe – gute Überschriften helfen später bei der Priorisierung.
  • Nutze Clustering als Vorbereitung für Dot Voting, um die Abstimmung effizienter zu gestalten.

Online-Alternative

Nutze die Drag-and-Drop-Funktionen eines digitalen Whiteboards wie Excalidraw oder Conceptboard:

  1. Sammle alle digitalen Haftnotizen in einem gemeinsamen Bereich.
  2. Beginne als Facilitator*in, offensichtlich zusammengehörige Notizen zu gruppieren – oder lass die Teilnehmenden das gleichzeitig tun.
  3. Nutze die Gruppierungsfunktion des Tools, um Cluster visuell abzugrenzen.
  4. Beschrifte jedes Cluster mit einem Label (z. B. als Überschrift oder farbige Markierung).
  5. Viele Tools bieten KI-gestützte Clustering-Funktionen, die als Ausgangspunkt dienen können – prüfe die Ergebnisse aber immer gemeinsam mit der Gruppe.

Der Vorteil online: Alle Teilnehmenden können gleichzeitig Notizen verschieben und zuordnen. Achte darauf, klare Regeln zu setzen (z. B. „Bitte nur eigene Notizen verschieben” oder „Alles darf bewegt werden”).