Wann einsetzen
Lade eine*n Keynote-Speaker*in ein, wenn du zu Beginn deiner Veranstaltung eine inspirierende und anregende Atmosphäre schaffen möchtest. Ein*e Speaker*in kann:
- Wissen und Erkenntnisse aus verwandten Kontexten weitergeben
- Den Teilnehmenden zeigen, dass andere Organisationen mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind – „wir sind nicht allein, andere sind in der gleichen Situation”
- Zusätzliche Anregungen für die Arbeit auf der Veranstaltung geben
So geht’s
- Auswahl: Wähle eine Person, die für das Thema deiner Veranstaltung bekannt ist und die Teilnehmenden inspirieren kann.
- Briefing: Besprich vorab die Kernbotschaften, die Zielgruppe und den zeitlichen Rahmen.
- Zeitrahmen: Plane üblicherweise 20 Minuten bis 1 Stunde für den Vortrag plus Fragerunde ein.
- Integration: Bette die Keynote in die Eröffnung der Veranstaltung ein, meist als Teil der ersten Session.
- Fragerunde: Plane Zeit für Fragen und Austausch ein.
Tipps
- Auf dem WMS24 wurde Amitabh Behar, der CEO von Oxfam International, als Redner eingeladen. Er teilte seine Erkenntnisse und Erfahrungen mit der Dezentralisierung von Oxfam in autonome, geographisch gegliederte Organisationen.
- Wähle eine*n Speaker*in, deren/dessen Erfahrungen direkt relevant für die Herausforderungen deiner Teilnehmenden sind.
- Besprich mit dem/der Speaker*in, wie interaktiv der Vortrag sein soll – manche Formate profitieren von Zwischenfragen oder kurzen Übungen.
- Stelle sicher, dass die Keynote die richtige Stimmung für den Rest der Veranstaltung setzt.
Online-Alternative
Eine Keynote lässt sich sehr gut online umsetzen:
- Live-Videocall: Der/die Speaker*in präsentiert über eine Videocall-Plattform (z. B. BigBlueButton, Jitsi). Ideal für Interaktion und spontane Fragen.
- Vorab aufgezeichnetes Video + Live-Q&A: Der Vortrag wird vorab aufgezeichnet (bessere Produktionsqualität möglich), die Fragerunde findet live statt.
- Fragen über ein Q&A-Tool: Sammle Fragen über ein Tool wie Particify (Open Source) – das ermöglicht auch anonyme Fragen und Upvoting der interessantesten Fragen durch die Teilnehmenden.
Der Vorteil online: Du kannst Speaker*innen einladen, die sonst nicht anreisen könnten. Außerdem können anonyme Frage-Tools zu mutigeren Fragen führen — das funktioniert übrigens auch analog, z. B. mit Fragekarten.